Sonntag, 23. Dezember 2012

Bayern München – Bate Borisov

Für diesen Bericht müssen wir einen Zeitsprung in das Jahr 2002 machen. Genauer gesagt zum 14. Juli 2002. An diesem Tag sollten Koby und Schily eigentlich eine Laube streichen, stattdessen wurde der Tag mit Planschen im Pool, Fußballspielen und nochmal Planschen im Pool verbracht. Als man sich am Abend im Videotext über die neuesten Neuigkeiten informierte, erblickte man das Ergebnis vom UI-Cup-Rückspiel von 1860 München in Borisov. Das Hinspiel hatten die Löwen mit 1:0 gewonnen, das Rückspiel verloren sie jedoch mit 4:0 gegen Bate! Nach einem 15 minütigen Lachkrampf mit anschließenden Bauchschmerzen kam man wieder zur Ruhe. Das war aber auch ein Knaller. 4:0 gegen Bate Borisov verloren… Was für ein Vereinsname… :D Seit dem hat man immer mal wieder auf Borisov geschaut und sich gegenseitig über deren Entwicklung informiert.

Am Tag der Gruppenauslosung zu Champions League war Koby eigentlich auf dem Sprung zum chinesischen Imbiss um die Abendspeisung zu besorgen. Da aber nur noch die Kugeln mit den Vereinen aus dem letzten Topf zu ziehen waren, verzögerte sich die Abfahrt um wenige Minuten. Die kühnsten Träume wurden wahr und bereits am Anfang der Auslosung wurde Bate Borisov in die Gruppe der Münchener Bayern gelost. Während Koby noch „Borisov“ ins Handy tippte, kam schon die SMS aus Franken. Dass man für dieses Spiel Karten bekommen wollte, war somit sofort klar. Dank guter Kontakte sollte dies dann auch klappen.

Nach einem duften Bockwurstfrühstück ging es am 5. Dezember dann auf die Autobahn gen Franken. Punkt drei (Gruß an den Meister) hatte man das (Zwischen-) Ziel erreicht. Nach einer Stunde Aufenthalt und WeXel auf dem Beifahrersitz ging es wieder auf die Autobahn. Dort gab es dann den ersten Stau des Tages. Rush hour eben. Sogar etwas glatt war es kurzzeitig.




Den Ablauf vor dem Spiel könnte man glatt vom Valenciaspiel kopieren. Auf Altbewährtes greift man eben gern zurück. Geparkt wurde am ForschunXzentrum Garching-Fröttmaning. Maximal 24 h für 50 Cent. Per U-Bahn ging es zum Stadion. Dieses Mal stieg man sogar so ein, dass man am Zielbahnhof vorn aussteigen konnte. Dort gab es eine Thüringer Bratwurst, weil man den Stadionfraß ja nicht essen kann…
Leider gab es keinen SpieltaXschal. :( Auch ein Programmheft gab es nicht. Nur das vom Bayernspiel gegen Dortmund ein paar Tage zuvor, was man aber erst auf den Plätzen bemerkte…




Mit einer aufgeladenen Bezahlkarte und heißem Kinderpunsch ging es auf die Plätze auf dem dritten Oberrang. Sechste Reihe von gaaaanz oben. Im Innenraum waren noch nicht viele Menschen, sodass man das ein oder andere Foto schießen konnte. Auch für andere war man als Fotograf tätig. Neben uns waren bereits einige Weißrussen auf ihren Plätzen.




Das Spiel begann wie erwartet. Die Bayern schonten einige Stammkräfte, beherrschten das Geschehen trotzdem. Bate mit einigen wenigen Angriffen. Na sagen wir mal Angriffsversuchen. Mehr als ein Schüsschen kam dabei nicht rum. Die ca. 300 Bate-Fans freute es trotzdem. Sie machten ordentlich Stimmung, auch wenn viele Lieder dem typischen Support entsprachen, den man auch aus deutschen Stadien kennt. Hin und wieder gab es aber auch mal „russischen Support“. In der 22. Minute verstummte dieser jedoch, als sich Xherdan Shaqiri auf der linken Außenbahn gegen das Ludovic-Magnin-Double durchsetzt konnte und Mario Gomez in der Mitte nur noch das Füßchen an den Ball halten musste. Die Bayern waren auch danach die bessere Mannschaft und hatten ein paar Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Da diese aber nicht genutzt wurden, ging es mit dem 1:0 in die Pause.

Direkt nach der Pause sorgte Jerome Boateng für den ersten Paukenschlag. Nach einem überharten Einsteigen an der Mittellinie sah der Abwehrspieler zur Überraschung aller die rote Karte. Hart aber vertretbar. Als Reaktion darauf sollte zwei Minuten später eigentlich der Brasilianer Dante für Thomas Müller eingeweXelt werden. Jedoch verzögerte sich der WeXel und so wurde ein Freistoß der Bayern
ausgeführt, welchen eben jener Thomas Müller zum 2:0 verwandelte. Da hatte es mal wieder gemüllert. Danach konnte er aber gleich duschen gehen, denn Dante kam für ihn in die Partie. In der 66.Minute erhöhte Shaqiri auf 3:0, als er sich nach einer Flanke von Gomez per Kopf gegen "Magnin" durchsetzen konnte. Man beachte, dass "Magnin" mehr als zwanzig cm größer ist!!! Der eingeweXelte David Alaba sorgte sogar noch für das 4:0 und als sich alles schon auf das Ergebnis eingestellt hatte, fiel doch noch das Ehrentor für Bate durch Egor Filipenko. Im Gästeblock herrschte großer Jubel und auch der Koby sprang auf. Das 4:1 war angemessen und am Ende war jeder irgendwie zufrieden.

Im Schneegestöber lief man nach dem Spiel zur U-Bahnhaltestelle, die wie immer voller Menschen war. In Zehnerreihen standen die Leute über den gesamten Bahnsteig verteilt. Kaum stand die Bahn, drängten alle hinein. Man betrachtete das Geschehen amüsiert von einer Brücke aus. Als man sich auf den Bahnsteig begab, hielt gerade eine weitere Bahn, die als EntlastunXzug eingesetzt wurde. Mit dieser halbgefüllten Bahn fuhr man zum Forschungszentrum. Auf dem Heimweg überholte man drei Reisebusse mit weißrussischem Kennzeichen. Wo die wohl herkamen^^ und welch weite Reise noch vor ihnen lag!? Daheim auf der Couch sah man die Wiederholung vom Spiel und bekam vom Kommentator viele Wahrnehmungen (z.B. der Platzverweis für Boateng) bestätigt.

Die weiteren Tage verbrachte man mit Shoppen, Glühwein vom Weihnachtsmarkt und Essen vom Inder bzw. Griechen. Scheen war’s, wie der Meister steht’s zu sagen pflegt. Ein riesengroßer Dank geht wieder nach Munster an den Bayernfanclub „Lüneburger Heide“, allen voran Präsident Wolli für das Besorgen der
Karten!!!

Sport frei und Walk on

Mittwoch, 28. November 2012

Schily-Chili / Börner-Burner


Am frühen Morgen des 23. November musste sich der Schily erst einmal die Augen reiben. Stand da in der ersten E-Mail des Tages wirklich DickerMarco statt de Camargo!? Wortspiele sind doch etwas Feines ;)

Gegen Mittag begab sich Schily mit dem kroatischen Freund auf den Weg gen Heimat. Nachdem das kroatische Prinzesschen dann auch die richtigen Schuhe zum Pullover ausgewählt hatte, konnte mit einer Verspätung von 1 ½ Stunden gestartet werden.

In Forst traf man sich zur AbweXlung mal nicht im Meisterhauptquartier, sondern auf dem Grundstück, von wo aus man die Energiespiele verfolgt, wenn man nicht im Stadion ist. Krawallo machte seinem Namen alle Ehre und zu speisen gab es Chili (auch für Schily) mit duftem Weißbrot.

Den näXten Morgen begann man kobytypisch mit Hackepeter, Eiern und Semmeln. Gut gestärkt ging es nach einer Stadtrundfahrt durch Forst, mit Blick auf Polen, nach Cottbus zum Fußballspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Braunschweig. Dieser hatte in der vergangenen Saison vier Punkte gegen uns geholt. Mit dem Gang durch den Eliaspark kam man dem Stadion näher. Für den kroatischen Freund war es der erste Besuch im SdF. 




Das Spiel begann überaus positiv für den FCE, köpfte Bouba Sanogo doch bereits nach fünf Minuten zum 1:0 ein. Eine kurz ausgeführte Ecke von Adlung auf Kruse war der Flanke vorausgegangen. Manch einer verpasste das Tor, da man nicht damit rechnete, dass die Ecke so schnell ausgeführt wird. Da sortiert man einmal die am Zaun hängenden Becher… Aber mittlerweile gibt‘s ja genug Videowände im SdF. Leider währte das junge Glück nur kurz. Denn bereits in der 13.Minuten traf Dominick Kumbela zum 1:1. Ebenfalls nach einer Ecke. Im Anschluss entwickelte sich ein wahres Spitzenspiel, das viel mehr Zuschauer verdient gehabt hätte, als die 11.700 im Stadion der Freundschaft. Unter ihnen reichlich Gästefans. In der 44.Minute gab es erneut eine Ecke für die glorreiche BSG, welche Marco Stiepermann in den Strafraum beförderte. Der Ball kommt, Julian Börner springt hoch und köpft ihn ins lange Eck. Das erste Profitor im Energietrikot für den jungen Abwehrspieler.

Mit der Führung im Rücken ging es in die Pause. Nach dieser begann Braunschweig viel stärker und setzte unsere Mannschaft gehörig unter Druck. Mehr als ein Pfostentreffer sprang jedoch nicht heraus. Für die Entscheidung sorgte Daniel Brinkmann in der 81.Minute. Ein Treffer der Marke Tor des Monats vom Neuzugang aus AuXburg. Nach einem langen Abschlag von Kirsche und Ablage von Bobbycar nahm der Mittelfeldmann den Ball aus ca. 30 Metern direkt aus der Luft und so flog der Ball als Bogenlampe direkt ins Tor. Das nennt man dann wohl Traumcomeback, nach ca. vierteljähriger VerletzunXpause. Blöd für diejenigen, die gerade auf‘m Klo waren^^

Im Jubel über den Treffer ging fast völlig unter, dass der Braunschweiger Theuerkauf (nein, nicht der Handballnationalspieler) mit gelb-rot vom Platz flog. Manch einer musste achtmal nachzählen um sicher zu sein, dass wirklich nur noch 10 Gästespieler auf dem Platz standen. Am Ergebnis änderte sich nichts mehr. Dass die Braunschweiger trotz der ersten Niederlage weiterhin nicht verlieren konnten zeigten einige Gesten als Antwort auf Schmährufe der Nordwand. Kann man machen, muss man aber nicht…




Der absolute Burner (oder Börner^^) sollte für Schily aber erst noch kommen. Dank neumodischer Technik hatte er im Vorfeld Kontakt zu Julian Börner gesucht. Und gefunden! Man hatte sich auf einen kurzes Schwätzchen nach dem Spiel verständigt. Während man auf den Dreizehner wartete, kam man mit den Energiespielern ins Gespräch, die etwas eher aus dem Kabinentrakt kamen. Bereitwillig schrieben sie Autogramme und ließen sich mit uns fotografieren. Als Dank erhielt so ziemlich jeder Spieler eine Visitenkarte zu diesem Blog. Die näXte Auswärtsfahrt kommt bestimmt^^




Für die Frau vom Meister ging ein langgehegter Traum in Erfüllung, konnte sie sich doch auf einem gemeinsamen Bild mit ihrem Dauerschwarm Ziebe verewigen lassen. Danach musste der Junge jedoch nach Hause, mit 30 kann man Abends eben nicht mehr so lange wach bleiben ;) 




Vor lauter Smalltalk hätte man fast Jule Börner verpasst, der an der Seite vorbeigehuscht war. Nach einem kurzen WortweXel erinnerte er sich an ein Versprechen und ging zurück in die Tribüne um sein Trikot zu holen. Dieses wanderte anschließend auf direktem Wege in die Hände von Schily, der damit wohl die Nacht verbracht hat :D Eine sehr schöne Geste, speziell den Gang zurück in die Kabine hätte sicherlich nicht jeder Fußballer auf sich genommen.




Eine Frage bleibt jedoch - hat der kroatische Freund im Gespräch mit Steven Rivic einen von uns beleidigt? Und wenn ja, wie??? ;)

Mit zahlreichen Fotos, dem matchworn Trikot (wie ich dieses Wort hasse…) und drei Punkten im Gepäck ging es wieder nach Forst. Dort wurde noch reichlich Vita Cola als MitbrinXel für ein nach Franken gezogenes Ossimädel besorgt, ehe man sich für den Karneval in Rio … äh … Sarco vorbereitete. Per Taxi ging es für die Village People zu den Hippiemädels und von dort aus zu Paule. Es folgte ein rauschendes Fest bis in die frühen Morgenstunden, bei Schnitzel und kühlen Blonden. Auch Getränke gab es. Man kann ein Fußballspiel auch schlechter feiern. Sogar die amerikanische Nationalhymne wurde für die Village People angespielt. Auch die Klischees wurden so überzeugend bedient, dass man hin und wieder die Frage hörte, ob Teile der Forster Village People nicht vielleicht wirklich homosexuell sind.^^ Mit einem absoluten Chaos bei der Taxibelegung ging auch leider diese Nacht zu Ende. Welch gutes Timing, denn so konnte man daheim noch die Wiederholung vom Sportstudio sehen. Der Tabellenführer der Zweiten Liga wurde geschlagen. Muss ja ne Hammer Mannschaft sein, die das geschafft hat!!! ;)

Am Sonntag gab es gegen halb elf Frühstück. Sogar der kroatische Freund war schon auf !!! An einem Sonntag !!! Respekt, ob das am Freitag nach Himmelfahrt auch so gut klappt? ;)

Die gegenseitige Verabschiedung der Blogbetreiber fiel weniger schmerzhaft aus als üblich, steht doch das kommende Event ja quasi schon kurz bevor. Zum Abschluss der Heimatreise drehte der französische Kleinwagen eine Runde um den Lausitzring. Von außen, nicht auf der Rennstrecke…

Ein Gruß geht an Börni, die gesamte Mannschaft des FCE und auch an Schilys Freunde aus Braunschweig, die am 15. Spieltag sicherlich nicht nur die Haxe verdauen mussten ;)  Außerdem an die Katze bei Paule, mit der man richtig schön „kämpfen“ konnte.
UNBESIEGBARENBESIEGER !!!

Sport frei und Walk on

Freitag, 2. November 2012

Koby bei LHC Cottbus gegen Eintracht Baunatal


Am 20. Oktober 2012 ging es endlich mal wieder zu einem Heimspiel des LHC Cottbus in die Lausitz Arena. Vorher noch schnell die Schnegge beim Klassentreffen abgeliefert, Hoffi + den Meister eingeladen und den bockigen Krawallo stehen gelassen. So muss es sein^^

Zwar war man gefühlte zehn Jahre nicht mehr beim Handball, jedoch fand man den Weg zur Halle wie im Blindflug. Dort wählte man zunäXt den falschen Eingang, gelten die Dauerkarten doch nur für Energie und nicht auch noch für den LHC… Also drei Meter nach linX und drin war man. Wie es in der Arena üblich ist, holt man sich erst einmal ein Potsdamer. Die erste Halbzeit schaute man hinter dem Tor, da man von dort aus einen besseren Blick auf die Anzeigetafel hat. Im Normalfall, denn diese war ausnahmsweise außer Betrieb. Als Ersatz hatte man eine Tischtennis-Zählanlage aufgetrieben, die jedoch von uns aus kaum zu erkennen war. Außerdem negativ zu erwähnen ist, dass die Wiener Würstchen ziemlich zeitig alle waren. Völlig untypisch für die Lausitz Arena. Gehören doch Potsdamer und Wiener zum LHC dazu, wie Pizza in Dortmund, Weizen in München oder Bier am Conti vor Energie-Heimspielen.

Vor dem Spiel stand plötzlich Ex-LHC-Spieler und jetziger Elbflorenzer Christian Möbius neben einem, der einen alten Bekannten gesehen hatte. Man hörte einigen interessante Dinge… Spätestens am letzten Spieltag wird er wieder in Cottbus erwartet. Zusammen mit Jörg Reimann, der sicherlich dem einen oder anderen etwas sagt ;)




Das Spiel begann für den LHC ziemlich dufte, nutzen sie doch ihre Chancen besser als der Gast und spielten sich phasenweise in einen regelrechten Rausch. Sogar einen Kempa-Trick gab es zu bestaunen. So stand es zur Pause dann auch folgerichtig 13:9. Das sichere Gefühl des Sieges ließ einige Frotzeleien über die Höhe des Sieges aufkommen.


 


Zur zweiten Halbzeit nahm man auf der Südtraversen Platz. Von dort aus konnte man weniXtens die Anzeigetafel erblicken. Was man dort jedoch in der kommenden halben Stunde netto-Spielzeit zu sehen bekam, ist unerklärlich. Nachdem die zweite Halbzeit so begann, wie die Erste geendet hatte, kam es zu einem Bruch im Spiel der Cottbuser. Stand es in der 41.Minute noch 18:12 für die Heimmannschaft, so war das Spiel eine Viertelstunde später komplett gedreht. Während der LHC gerade mal ein mickriges Törchen erzielte, schmiss Baunatal deren 14 und führte somit 19:26. Als Knackpunkt gilt eine Szene bei ca. 18:13. Der LHC im Angriff, der Ball wird abgewehrt und trudelt Richtung LHC-Hälfte. Dort kommt Torwart Eric Kozlowski aus dem Tor, ist vor dem herannahenden Hessen am Ball, lässt diesen jedoch aus der Hand rutschen und der Angreifer hat leichtes Spiel. Von diesem Zeitpunkt an war hinten jeder Ball im Tor, während vorn nichts mehr ging. Zu allem Überfluss wurden den Cottbusern auch vier Tore abgepfiffen. Man hätte ja auch mal den Vorteil laufen lassen können. Aber an den Schiris lag es nun auch nicht (gänzlich). Das Endergebnis lautete 25:30 für Baunatal, die sich damit im Kampf um den Klassenerhalt etwas Luft verschaffen konnten. Der LHC sollte aus den ersten 40 Minuten das Gute mitnehmen und aus den letzten 20 Minuten die richtigen Schlüsse ziehen, dann klappt‘s auch mit dem (Tabellen-) Nachbar.


Sport frei und Walk on

Dienstag, 9. Oktober 2012

Koby bei Alba Berlin vs. Dallas Mavericks (Danke Dirk !!!)




Am 6. Oktober 2012 sollte das erste Basketballspiel einer deutschen Mannschaft gegen ein Team aus der NBA in der Berliner O2 World stattfinden. Die Tickets dafür waren innerhalb einer Stunde ausverkauft. Nur gut, dass man sich vorab in die Newsletter der O2 World und von Alba Berlin eingetragen hatte. So bekam man eine Info, ab wann es Karten gibt. Je näher man der Deadline kam, desto größer wurde die Aufregung. Als der entscheidende Moment gekommen war … ging erst einmal gar nichts. 20 Minuten lang kam man nicht auf die Seite. Als man dann endlich einen Zugriff hatte, war der Großteil der Karten bereits weg. Mit etwas Glück und Ausdauer konnte man doch noch drei Karten ergattern. Zwar war jede für einen anderen Block, aber egal.

Da das Energieheimspiel gegen den MSV Duisburg auf eben jenen Sames gelegt wurde, konnte man sich auf einen schönen Sporttag freuen. Über dieses Fußballspiel wäre jedoch jedes geschriebene Wort eines zu viel. Einzig das Endergebnis von 1:0 für die Gäste sei erwähnt.




Nach dem Spiel begab man sich zum Treffpunkt, welcher der Parkplatz am Loki darstellte. Dort ist auch das Autohaus mit der schlechtesten und nerviXten Radiowerbung der Welt beheimatet. Egal welcher Spot !!! Nachdem man sich zusammengefunden hatte, begab man sich auf die Autobahn gen Hauptstadt. UnterweX wurde der Mannschaftsbus der Zebras überholt.




Der weitere Weg zur Mobilfunkhalle gestaltete sich doch recht nervig. Genauer gesagt war Uschi ziemlich nervig. Wenn man mit einem etwas älteren Navi nach Berlin fährt kann es schon mal vorkommen, dass man zur Baustelle des BBI geleitet wird. Sollte man sich wahrscheinlich einmal ansehen, bevor in drei (?) Jahren der Trubel losgeht^^ Die gesamte Prachtstraße hatte man für sich allein. Irgendwann kam man dann doch am Ort des Geschehens an.




Statt vor der Arena zu parken, fuhr man zum Ostbahnhof weiter, wo man das Auto abstellte. So konnte man gleich noch etwas Nahrung zu sich nehmen. Eine Viertelstunde später stand man bereits in der Schlange zum Einlass. Das Reinkommen dauerte länger als das Hinkommen… (meist ist das ja genau umgekehrt :D) In der Halle schlenderte man noch ein wenig rum und nutzte das Angebot das ein oder andere Foto mit The Larry O‘Brien Championship Trophy zu schießen.




Anschließend begab sich jeder in seinen Block. Dort schaute man sich zunäXt einmal um. Nachdem man alles aufgenommen hatte, bahnte man sich den Weg zum Spielertunnel. Zwar ergab sich keine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit einem Spieler der Mavs, jedoch erblickte man den ehemaligen Weltranglistenersten im Tischtennis Timo Boll und Handballweltmeister Christian Schwarzer, die gerade miteinander sprachen. Den Wunsch nach Autogrammen und einem gemeinsamen Foto erfüllten sie. Danke dafür ;)




Zurück am Platz verfolgte man das Spiel. Viele, viele Eindrücke wirkten auf einen. Unten das Spiel, oben der Videowürfel mit vielen Informationen + Spielübertragung, rechts und links die Zuschauer unter ihnen einige Promis. Neben bereits erwähnten Sportlern waren u.a. auch Johannes B. Kerner, Detlef Schrempf und Peja Stojakovic in der Halle. Im letzten Viertel wurde auch Joko Winterscheidt auf dem Videowürfel eingeblendet, was einen großen Aufschrei in der Halle auslöste. Während den Auszeiten bzw. Unterbrechungen gab es viele Showelemente. Neben Cheerleaders und Akrobaticgruppen gab es auch Dunking Shows mit einem Weltrekord für den Dunk mit dem weitesten Abstand zum Korb. Hilfsmittel war ein Trampolin. Außerdem wurden die Zuschauer immer wieder zum Mitmachen angetrieben, in dem sie auf dem Videowürfel gezeigt wurden und dann irgendwelche Dinge machen mussten. Knutschen, Lächeln und Muskeln zeigen (dabei erwischte es Joko) zum Beispiel.




Das Spiel gestaltete sich äußerst spannend. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, sodass für beide der Sieg in Reichweite war. Den Mavs merkte man zwar an, dass sie erst seit einer Woche im Training waren, jedoch sah es vom Ballgefühl bzw. Handling eine Klasse besser aus, als bei Alba. Wobei auch sie klasse Spielzüge zeigten. Neben den Kleiderschränken aus den USA wirkte manch ein Albatros eher wie ein schmächtiges Bürschchen. Den Mavs fehlte es außerdem an Wurfglück, sonst wäre das Spiel schon eher entschieden gewesen. So führten sie zwei Minuten vor Ende mit gerade mal 2 Punkten. Am Ende gewannen sie mit 89:84. Beste Werfer waren der deutsche Nationalspieler Chris Kaman, Vince Carter und Deon Collison mit jeweils 14 Punkten bei Dallas und Deon Thompson mit 20 Punkten bei den Berlinern. Dirk Nowitzki kam auf acht Punkte.




Nach dem Spiel bahnte man sich wieder den Weg zum Spielertunnel der Mavericks und siehe da, Mark Cuban unterschrieb gerade auf allem was ihm entgegen gestreckt wurde. Auch beim Koby blieb er stehen und verewigte sich in schriftlicher Form. Den einen oder anderen Spaß machte er auch. Schon ne coole Socke, wenn auch manchmal mit etwas komischen Aktionen.
Die Masse wartete jedoch natürlich auf Dirk Nowitzki. Nach dem er seine Interviews zum Spiel gegeben hatte, nahm er sich noch Zeit für die Fans. Als Letzter oder Vorletzter bekam man noch ein Autogramm ins Buch. Wohl noch nie war man über eine Unterschrift so begeistert, wie über diese. All die Jahre hat man den kleinen Bengel aus der Werbung beneidet und nun kann man selber mit dem Buch in der Hand am ausgestreckten Arm umher laufen. Leider wurde der Coach Rick Carlisle in die Kabine gedrängt, sodass man nur noch kurz mit ihm abklatschen konnte. Aber dies schmälerte die Freunde über das Nowitzki-Autogramm nicht im GerinXten.




Nachdem alle Akteure in der Kabine verschwunden waren ging man noch einmal um die Halle. An den Mannschaftsbus der Mavs kam man leider nicht mehr ran, also begab man sich zum Auto. Im Ostbahnhof ging es dann noch zu den Freunden von Prime-Döner. Eine Woche vorher hatte der Döner dort ja auch schon ziemlich dufte geschmeckt. 




Beim Bezahlen des Parktickets kamen noch zwei Linienbusse mit der Leuchtschrift: „Dieser Bus endet hier“ vorbei. Dies irritierte einen, denn eigentlich enden Dinge doch immer hinten und nicht vorn. Quasi wie bei diesem Text, denn dieser Bericht endet hier.

Danke Dirk (für einen aufregenden Abend) !!!


Sport frei und Walk on

Dienstag, 2. Oktober 2012

Union


Mit freundlicher Genehmigung des 1. FC Union Berlin e.V.


Am 8.Spieltag stand das (Ost)Berlin-Brandenburg-Derby auf dem Spielplan. Los ginX halb sieben auf dem Bahnhof zu Forst. Von da aus mit der ODEG nach Cottbus, wo man auch zeitnah im Zug nach Berlin saß. Dachte man zumindest. Keine drei Minuten nachdem man Platz genommen hatte, kam die Ansage, dass man den Zug weXeln müsse. Also raus aus dem Zug, runter vom Bahnsteig, durch den Tunnel, rauf auf den Bahnsteig, eingesteigen und losgefahren. Wer jetzt dachte, das wäre es schon gewesen, der hatte sich getäuscht. Geschätzte 100m kam man weit, ehe der Zug schon wieder zum Stehen kam. Ohne Strom kann man eben nicht fahren. Wir jedenfalls nicht - die Dampflok des Lausitzer Dampflok Club schon. Genau genommen waren es zwei Lokomotiven, die wohl Wasser verloren hatten. Dieses sorgte für einen Kurzschluss, wenn man die Gespräche der Bahnmitarbeiter richtig mitbekommen hat. Insgesamt entstand eine Verspätung von ca. 20 Minuten. Ursache könnte auch ein verstopftes Klo gewesen sein. Schon geil, wenn eine Frau nach drei Minuten Fahrzeit feststellt, dass „die Toilette ja unbenutzbar ist“. Böse Ultras !!!




In Berlin angekommen, ging man zum goldenen M um zu frühstücken. Anschließend ging es noch zu johannesBKerner, um … zu frühstücken. Gestärkt brach man zum Treffpunkt auf. Während der Wartezeit kam ein Union-Dampfer vorbei und man überlegte kurz, diesen zu entern. In Gruppen ginX zur Anlegestelle unseres Dampfers „Venus“. Als alle Mann (und Frauen) an Bord waren, konnte man ablegen. Also von der Anlegestelle, nicht die Klamotten. 




Nach einer Runde durch das RegierunXviertel ging es nach Köpenick. Nach zwei Stunden des gemütlich über die Spree Schipperns, wurde man von einer Handvoll grüner Männchen in Empfang genommen, die beim An-Land-Gehen fröhlich Spalier standen. Nach einem Fußweg von zehn Minuten war man an der alten Försterei angelangt. Kurze Zeit später stand man im Block und das spieltaXtypische Kribbeln wurde immer stärker. 




16750 Zuschauer, darunter 1400 Gästefans, sorgten für eine ordentliche Derbyatmosphäre, auch wenn im Stadion gegenwärtig nur drei Tribünen zur Verfügung standen. Zum Einlaufen der Mannschaften gab es auf Seite der Unioner Fahnen, Klopapierrollen, Luftballons und eine Schalparade. Im Gästeblock wurde mit roter bzw. silberner Folie das Innenleben des Energielogos dargestellt. In der ersten Halbzeit war Union die bessere Mannschaft und ging in der 35. Minute folgerichtig durch Terodde in Führung. Nach der Halbzeitpause kam unsere Mannschaft deutlich stärker aus der Kabine und Daniel Adlung sorgte in der 50. Minuten für den Ausgleichstreffer. Nun wollte die Mannschaft mehr und  wurde immer offensiver. Leider ging der Schuss bei aller Euphorie nach hinten los und so markierte Quiring in der 54. Minute das 2:1 für die Eisernen. Eine Viertelstunde später wurde Boubacar Sanogo von Adlung mustergültig frei gespielt. Fabian Schönheim konnte ihn als letzter Mann nur noch foulen und so gab es Elfmeter für uns und rot für die. Die große Chance zum Ausgleich vergab der Mann von der Elfenbeinküste leider. Der Gefoulte soll eben nicht schießen (3,- € in Phrasenschwein…).  Statt richtig ins Spiel zu kommen und vielleicht doch noch einen Dreier einzufahren, fuhr Adlung aus der Haut und flog vom Platz. Früher hätte der Schiri (bzw. der Assi) die Beleidigung wahrscheinlich „überhört“ oder zurück gepöbelt, aber früher war ja auch ALLES besser… Selber Schuld.




Energie versuchte jetzt zwar alles, richtig gefährlich wurde es jedoch wirklich. Zu allem Überfluss erhöhte Björn Joppek in der Nachspielzeit auch noch auf 3:1. Wobei das am Ende auch schon egal war. Enttäuscht und mit hängenden Köpfen zog man zur S-Bahn. Als man das Stadion gerade verlassen hatte, ertönten in selbigen die Klänge von SPN-X  „Ich will in die Bravo“. Da muss man extra nach Berlin fahren um nach Jahren dieses Lied der Cottbuser Band mal wieder zu hören… Auf dem Weg mit der S-Bahn zum Ostbahnhof musste man umsteigen und trotz einer Verspätung bei der Abfahrt der Regionalbahn nach Cottbus erreichte man diese nicht mehr. Aber es war ja nicht das einzige Mal, dass man an diesem Tag den näXten Zug nicht mehr erreichte… Die Dreiviertelstunde am Ostbahnhof nutzte man zur NahrunXaufnahme, schließlich hatte man auf der Braunschweig-Tour im letzten Jahr eine recht gute Dönerbude kennen gelernt. UnterweX fiel auf, dass kein Zugfahrer die Teleskopstangen mitgenommen hatte. Somit war auch die "Tasche" verschwunden, welche aus einer zusammen genähten Jeans bestand. Mittlerweile sind "Tasche" und Stangen aber wieder aufgetaucht.^^ 




Gegen dreiviertel fünf sollte es zurück nach Cottbus gehen, was dann auch irgendwann so kam. Im Zug wurde ein Trunkenbold verarscht. Schon geil, wenn man anderen rhetorisch überlegen ist. Da musste sogar die Miri mal schmunzeln. Statt 5 Minuten hatte man schnell 15 Minuten Verspätung angesammelt. Drei zu viel, wie man in Cottbus feststellen musste. Wie so oft in letzter Zeit, war der Anschlusszug gerade abgefahren. Also wieder eine Stunde warten. Schön, dass Manne Fiedler mit seinem Bus noch am Bahnhof stand, so hatte man weniXtens etwas zu gucken. Schön gepöbelt JunX. Außerdem musste man die Zivilcops observieren. (Zitat Dan Brown: „Wer überwacht die Wächter!?“) Der Zug nach Forst fuhr mit zehn minütiger Verspätung ab, man wartete noch auf den Zug aus Berlin. Als man die ODEG-Eule fragte, warum man nicht eine Stunde vorher schon gewartet hat, bekam man als Antwort: „Weiß ich auch nicht“ Im Zug traf man noch ein paar nette Leute, mit denen man einiges zu bequatschen hatte. Schön, dass die Bahn nie pünktlich ist, sonst hätte man diese Leute bestimmt nicht getroffen^^

Sport frei und Walk on